Friday, January 8, 2016

Origami Jacke von Schnittquelle

Petrolblaue Walklodenjacke nach dem Schnitt Origami Jacke von Schnittquelle. Ich hatte lange nach einem Schnitt für den Stoff gesucht und dann Mitte Dezember spontan diesen Schnitt bestellt, in Gr. 42, wie auch schon für mein grünes Kleid. Das ist der grosse Nachteil an den Schnittquelle-Schnitten: man bekommt nur eine Grösse und sie sind relativ teuer. Dagegen muss aber klar gehalten werden, dass die Schnitte oft sehr ungewöhnlich und technisch gut gemacht sind, weshalb ich auch bereit bin, ab und zu den Preis zu bezahlen, wenn mir ein Modell besonders gut gefällt. Zur Sicherheit habe ich ein Probemodell aus einem alten Bettbezug genäht und da auch ziemlich viele Anpassungen gemacht. Ich hätte locker mit Gr. 40, wenn nicht sogar mit Gr. 38 starten können. Nach den zwei Probedurchgängen hatte ich ja erwartet, dass ich die Jacke in zwei Stunden genäht haben werde, weil ich die Nähte nicht versäubert habe und auch keine Säume genäht werden mussten. Aber auch wenn der Lodenstoff nicht sehr dehnbar ist, musste ich dann nochmals alles ziemlich viel enger nähen, so dass ich gefühlt jede Naht mindestens 2 mal genäht habe und sich das Ganze über mehrere Tage gezogen hat...(aber wie wir seit "Geschickt eingefädelt" wissen, muss man beim Nähen auch Trennen können:-)) Um die interessante Schnittführung zu betonen, stehen die Nahtzugaben wie beim grünen Kleid nach aussen (auf ca 3mm zurückgeschnitten). Verschluss ist im Schnitt keiner vorgesehen, ich hab mich aber für grosse Druckknöpfe entschieden, weil eine Jacke ohne Verschluss, das geht gar nicht bei mir. Mit etwas Distanz finde ich die Jacke nun ganz gelungen und sie wird bestimmt regelmässig eingesetzt werden. Die Fotos sind leider nicht besonders toll, weils einfach immer zu trüb war, sogar auf dem Balkon...
 
 

Saturday, December 26, 2015

Pailletten Shirt

Shirt mit Paillettenvorderteil nach dem Schnitt Bethioua von Elle plus. Es ist ein Raglanshirt mir einer interessanten Rückenansicht. Der Paillettenstoff (aus Bern) ist richtig cool, weil er je nach Strichrichtung der Pailletten matt (siehe oben) oder glänzend (siehe unten) ist. Auf den Fotos ist das trotz stahlendem Wetter nur schlecht darzustellen, aber ganz unten ist noch ein Bild, auf dem matt und glänzend gemischt sind. Ursprünglich hatte ich vor, schwarzen Jersey zu dem grau-blauen Paillettenstoff zu kombinieren, aber das wirkte zu formal, resp sah zu sehr nach Abendtop aus. Zum Glück habe ich vor Ort einen passenden grauen Jersey gefunden, der aber in alle Richtungen sehr dehnbar ist. Durch das Gewicht des Paillettenstoffs wurden die Raglanärmel stark gedehnt und das Shirt hing unförmig runter. Ich hab deshalb die Schulterpartie bis ca 10cm in den Ärmel rein mit einem dünnen, aber kaum dehnbaren Jersey gedoppelt. Die Nahtzugaben in den Jerseyteilen, welche mit dem Paillettenstoff zusammengenäht werden hab ich extrabreit geschnitten (2.5cm), so dass ich den Paillettenstoff jeweils umfassen konnte und jetzt nichts kratzt innen. Als Saumabschluss hab ich ein Bündchen gemacht und vorne den Paillettenstoff zwischengefasst, damit auch da keine rauhe Kante ist.
 
 

Wednesday, December 23, 2015

Strickmantel Teil 2

Diesen Strickmantel hab ich noch in San Francisco gestrickt und zeitweise sehr oft getragen. In den letzen beiden Wintern ist er aber fast nur im Schrank geblieben. Dieses Jahr hat er nun ein Update erhalten: ich habe aus den letzten Resten noch Taschen gestrickt, den Kragen nach aussen zu einem Stehkragen festgenäht, und eines von meinen Holzlabels angebracht. Et voilá - er sieht wieder aus wie neu und wirkt viel moderner! Das mag ich eigentlich am Stricken oder Nähen am meisten: mit kleinem Aufwand was abändern oder flicken zu können, so dass ein Kleidungsstück neuen Schwung bekommt und wieder getragen wird.
 

Tuesday, December 15, 2015

BeeWave T-Shirt

T-Shirt mit Kragen nach dem Schnitt BeeWave von BeeKiddie. Der T-Shirt Schnitt ist mein Fledermaus Grundschnitt, hier sogar ein "Recycling-Shirt". Ich hatte ein ziemlich weites, seitlich gerafftes Shirt genäht, aber der schwere Jersey war dafür nicht geeignet. Deshalb hab ich es umgebaut und seither ist es wöchentlich im Einsatz. Der Jersey für den Kragen ist ein Rest von einem Shirt, das ich vor bestimmt fast 20 Jahren genäht habe und wohl einer der ältesten Stoffe, die ich noch auf Lager habe. Der Kragen braucht einen Stoff mit etwas Stand, damit er schön dramatisch wird und sich auch drapieren lässt. Eigentlich war das T-Shirt als Probemodell gedacht, den Schnitt hatte ich nämlich eigentlich gekauft, um einen solchen Kragen ans Karokleid zu nähen. Beim Nähen merkte ich dann aber, dass das etwas zuviel des Guten geworden wäre und ausserdem hätte der Stoff eh nicht gereicht und ich hätte improvisieren müssen.

Tuesday, December 8, 2015

Karokleid

Ein gemütliches Kleid mit Taschen vorne, wohl eher fürs Wochenende als fürs Büro. Das Kleid gefällt mir sehr gut, ich bin auch ganz stolz, dass ich es geschafft habe, alle Karos schön passend zusammen zu nähen, aber die Kombination aus orange-braunem, relativ grobem Wollstoff, legerem Schnitt und den Kräusel hinten suggerieren eher 70er Jahre Couch Bezug als Kompetenz und Durchsetzungsvermögen :-) Der Schnitt ist selbstgezeichnet und improvisiert. Hinten habe ich in der Taille einiges an Weite und Länge wegen Hohlkreuz rausgenommen und dann spontan beschlossen, die Mehrweite vom Rock einzukräuseln. Der Reissverschluss ist aus der Brockenstube, natürlich von riri (danke Liliane!!). Den Stoff habe ich bei Tuchfühlung in Lörrach gekauft und dank liebem Einsatz meiner Mutter (aka Nachkauf weil ich umgeplant habe) hat das Kleid jetzt auch Ärmel und Kragen (danke Muetti!!). Ein Familienstück also quasi.

Sunday, December 6, 2015

Recycling Teelichter

 
Peter hat heute mit Wachsresten in leere Alu-Teelichter und Schraubverschlüsse von Weinflaschen neue Kerzchen gegossen. Die alten Dochthalter hat er mit einer Ahle aufgeweitet und neuen Docht reingesteckt.

 



Friday, December 4, 2015

Gestricker Herringbone Schal

Und noch ein Schal.... (ich hab auch genäht in der Zwischenzeit, aber da ist das Fotos machen und Schreiben irgendwie immer viel zeitaufwändiger...) Aaanyway. Das Muster heisst "Herringbone" oder "Fischgrätmuster" und gilt als anspruchvoll, zumindest in den USA: "this is not TV knitting" (also nicht für vor dem Fernseher) war die Aussage in einem der amerikanischen Tutorials, die ich mir dazu angeschaut hatte. Wenn man das Muster aber im "continental style" strickt, dann verliert es seinen Schrecken, weil man nämlich nicht jede Masche x-mal von einer auf die andere Nadel schupfen muss. Gewusst wie, sag ich nur :-) Die Wolle ist von Phildar (Laine Mohair Soie), gekauft vor über zwei Jahren in der Champagne. Der Schal war jetzt fast ein Jahr in Arbeit, weil ich v.a. auf Zugfahrten dran gestrickt habe. Den Rand hab ich mit einem angestrickten i-Cord abgeschlossen.

Sunday, November 29, 2015

Paleo Orangen Punsch

Zum 1. Advent haben wir heute spontan diesen Orangenpunsch ohne Zucker und Alkohol kreiert, schmeckt köstlich mit Lebkuchenkeksen (mit Süsskartoffel!):

4 Tassen Wasser
4 Nelken
3 Kardamom Kapseln
1 Stange Zimt (ca. 15cm)
3 Pimentkörner
Schale von 1 Orange (nach Auspressen, ganz)
Schwarztee (wohl nicht ganz paleo, könnte sicher durch Rooibos Tee ersetzt werden)
Saft von 2-3 Orangen

Die Gewürze im Mörser leicht anstossen, bis auf den Tee und Orangensaft für 20-30 Min. leicht köcheln. Dann den Tee zugeben und 2 Min. ziehen lassen. Alles durch ein Sieb in eine Teekanne abgiessen. Orangensaft gleichmässig in die Tassen verteilen, Tee zugeben.


Friday, November 27, 2015

Quicksilver

Schal "Quicksilver" von Melanie Berg via Ravelry. Die Wolle ist Cheeky Merino Joy von Rosy Green Wool mit poetischen Namen wie Schwarzer Kater, Glücksklee und Isar Kiesel. Seit langem mal wieder ein Strickstück, das ich fast nach Strickmuster gestrickt habe (die letzte grüne Bahn hab ich weggelassen, weil ich einen klaren Abschluss wollte und somit mit einem Streifenmodul beendet  habe). Leider habe ich mich von dem ganzen "Blocken ist so wichtig beim Stricken"-Blabla auf den Blogs leiten lassen und hab den Schal vor dem ersten Tragen gewaschen. Ein Fehler finde ich, durchs Waschen wurde er grösser und weicher (ich kann ihn jetzt 3x um den Hals schlingen). Natürlich, nach dem ersten Waschen wäre das genauso passiert, aber vorher hat er sich griffiger und strukturierter angefühlt. Die Wolle ist aber prinzipiell wunderbar, liess sich super verstricken und trägt sich sehr angenehm. Seit ich den Schal Mitte Oktober fertig gestrickt habe, hab ich ihn gefühlt jeden zweiten Tag getragen.

Sunday, November 22, 2015

Drei Blaue Vierecke

Blaue und schwarze Merionwolle, gefilzt auf schlammfarbene Seide (nunofilzen). Inspiriert von, respektive frei nach einem Schal von Hut Up Berlin, ganz im Sinne von "weniger ist mehr". 
 

Friday, August 21, 2015

Jeans

Das Ginger-Fieber hat mich auch erwischt, zwar "nur" indirekt, weil ich meinen eigenen Schnitt gemacht habe, aber der Schnitt von Heather Lou sowie der darauffolgende Begeisterungssturm in der Blogosphere war klar der Auslöser, mich mal wieder mit Jeans nähen zu beschäftitgen -als Teenie habe ich aus allen möglichen und unmöglichen Stoffen (ich erinnere mich z.B. an Samt, alte Leintücher und Matratzenstoffe mit Karomuster) Jeansschnitte genäht, mit mehr oder weniger Erfolg. Aus dieser Zeit weiss ich auch noch, dass es sehr frustrierend sein kann, Jeansschnitte anzupassen und ich hatte keine Lust, x-fach Probemodelle zu nähen, v.a. weil sich ja dann auch wieder jeder Stretchstoff ein bisschen anders verhält.
Als ich bei Herzekleid gelesen habe, dass sie einen Bio-Jeansstoff gefunden hat, der nicht endlos auseinandergeht beim Tragen hab ich den sofort bestellt und von einer relativ gut sitzenden Kaufjeans den Schnitt abgenommen. Mit dieser Kombination hatte ich die Hoffnung, gleich beim ersten Versuch eine halbwegs tragbare Hose zu erhalten. Ein paar Anpassungen am Schnitt gegenüber der Originalhose habe ich bereits vor dem Zuschneiden gemacht (z.B. die Bundhöhe resp. -tiefe vorne).

Dann habe ich mit grosszügiger Zugabe an der Seitennaht zugeschnitten und die Hose erstmal mit langen Stichen zusammengeheftet. Statt des Bundes habe ich einen Streifen Stoff doppelt angenäht, so dass ich einen Gürtel durchziehen konnte und so die Hose im Rohbau probetragen konnte. Ich hab die Jean dann einen halben Tag zuhause getragen um zu sehen, wie sehr der Stoff sich ausdehnt. Es waren kaum Anpassungen nötig, weil der Stoff wirklich recht stabil blieb und sich offenbar vom Verhalten des Stoffes der Kaufjeans kaum unterscheidet. Den provisorischen Bund hab ich dann wieder abgetrennt und auch die Seitennähte nochmals aufgetrennt um die innere Beinnaht schön absteppen und den Reissverschluss leichter einnähen zu können - ein sehr vertretbarer Aufwand im Vergleich zum Probemodell nähen! Beim längeren Tragen ist die Hose jetzt noch etwas weiter geworden, aber nicht viel. Vorne ist etwas zu viel Stoff, das fällt jetzt auch erst beim Tragen resp beim Anschauen der Fotos richtig auf. Da muss ich noch ein bisschen optimieren für ein weiteres Paar. Aber eine Jean mit der Passform hätte ich im Laden auf jeden Fall gekauft!

Saturday, August 1, 2015

Neue Labels

Holzlabels von Dortex für Gestricktes!

Friday, July 3, 2015

Simples weisses T-Shirt

Schnelles T-Shirt nach meinem Fledermausschnitt. Das Vorderteil habe ich 4cm weiter geschnitten und dann die Biesen quer von Hand abgenäht, Knötchen nach aussen, Alabama Chanin-mässig. Der (dünne) Jersey ist vom Maybachufer.

Friday, June 19, 2015

Tintenfische

Rock nach meinem Standard-Schnitt, vorne ergänzt mit je zwei Falten und Taschen. Hinten mit aufgesetztem riri-Reissverschluss aus der Wühlkiste von der Orag (Bayrische Schneidereigenossenschaft) in München, der zufälligerweise perfekt passte. Als Futter habe ich einen Seidenstoff genommen, den ich von einer ehemaligen Arbeitskollegin erhalten habe. Die Kombination der Muster ist zugegebenermassen wild, aber irgendwie passts. Der Stoff ist von Cotton + Steel aus der Serie TokyoTrain Ride und heisst "Mysteryfood". Ich fand den Rand so schön, dass ich so viel wie möglich davon innen an den Belegen behalten habe.
 
 

Saturday, June 13, 2015

Fröhliche Totenköpfe

Poloshirt für Peter aus Bio-Jersey (Skull Dots von Käpynen aus Finnland); den Schnitt hab ich nach einem Eddie-Bauer Poloshirt selbst gemacht. Bin ganz stolz auf den schönen Verschluss, aber am meisten freut mich der versteckte Totenkopf innen am Kragen :-) Den Stoff hab ich online bestellt, in der Meinung, die Punkte/ Totenköpfe seien ca 2cm gross und der Stoff graugrün. Wir waren dann beide etwas überrascht, als ein fröhlich grüner Stoff mit ca 6 cm grossen Punkten ankam - aber egal, das Shirt gefällt mir (und Peter zum Glück auch) nun trotzdem... Unten noch ein paar Details wie der Kragensteg hinten und die Verstärkung im Rücken: